Mai 2026

🐾 Zwischen Auszeit, Hundeglück und dem Gefühl, mehr zu schaffen, als man denkt

Der Mai war voll. Punkt.

Nicht „ein bisschen viel“, nicht „leicht herausfordernd“, sondern wirklich voll. Mit Studium, Abgaben, Therme, Menschen, Hundeglück, ein bisschen Lesen, ein bisschen digitaler Kunst und sehr viel von diesem Gefühl: Okay, ich ziehe das jetzt durch.

Wenn ich den Mai in drei Wörter packen müsste, wären es wohl: lehrreich, anstrengend und erfolgreich.
Und ja, ich weiß, das klingt nach einem dieser Sätze, bei denen man sich selbst kurz denkt: „Na servas, jetzt wird sie aber wichtig.“ Aber manchmal darf man auch einfach sagen, wenn man fleißig war. Ich war fleißig. Sehr sogar.

Der Mai begann aber nicht mit Studium, sondern mit einer kleinen Auszeit. Anfang Mai war ich zwei Tage in der Therme Erding. Der Grund war ziemlich speziell: Die Community von D1rtyD3vil hatte ein Subgoal erreicht, und daraus wurde eine Männerrunde. Also wirklich eine Männerrunde. Und ich war die Ausnahme.

Ich habe mich dort aber sehr wohlgefühlt. Nicht geduldet, nicht irgendwie „mitgenommen“, sondern ganz normal als Teil der Runde. Das war schön. Alle haben normal mit mir geredet, auf Augenhöhe, ohne komisches Gehabe. Ich hatte gute Gespräche, wir haben gut gegessen, viel gelacht und einfach eine gute Zeit gehabt.

Die Männer gingen fleißig rutschen. Sehr fleißig sogar. Zwischendurch machten sie „Bubu“ … also schlafen. Auf Liegen, in Körben, auf Sesseln, überall dort, wo man offenbar kurz in den Energiesparmodus wechseln konnte. Ich finde das Wort „Bubu“ übrigens herrlich. Es klingt viel niedlicher als „ich bin komplett erledigt und muss mich jetzt kurz wegbeamen“.

Ich selbst war weniger rutschen und mehr lesen. Das Wetter war zwar schön, aber mir war es draußen zu kalt, also hatte ich von der Sonne nicht ganz so viel. Gestört hat mich das aber nicht wirklich. Für mich waren die Gespräche, das Lesen, das gute Essen und diese unkomplizierte Runde viel wichtiger. Es waren wirklich coole, nette Typen. Und manchmal ist genau das die bessere Auszeit: nicht das perfekte Wetter, nicht der perfekte Plan, sondern Menschen, bei denen man sich wohlfühlt.

Das Zimmer war auch richtig cool. Es sah aus wie in einem Schiff. Solche Details bleiben mir hängen. Ich mag es, wenn Orte ein bisschen Charakter haben und nicht einfach nur aussehen wie „Hotelzimmer Nummer 475, bitte schlafen Sie hier funktional“.

Gelesen habe ich dort auch. Ich habe Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich“ von Antonia Wesseling“ angefangen. Sehr weit bin ich allerdings nicht gekommen. Ungefähr bis 9%. Danach kam der Mai mit Anlauf zurück und hat mir recht deutlich gezeigt, dass Bücher zwar schön sind, aber mein Studium gerade sehr laut „Hallo, ich bin auch noch da“ ruft.

Eine Rezension gibt es deshalb diesmal nicht. Ich habe es schlicht nicht fertig gelesen. Und ja, das ärgert mich ein bisschen, weil mein Blog eben auch ein Buchblog ist. Aber ich werde mir jetzt sicher keine Rezension aus den Fingern saugen, nur damit da etwas steht. Das wäre Quatsch. Wenn ich ein Buch bespreche, dann richtig. Alles andere kann ich lassen.

Und damit kommen wir zum großen Block des Monats: Studium.

Ich habe im Mai fünf Module abgegeben.

Nicht bestanden! Das weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Abgegeben. Das ist ein wichtiger Unterschied, und den möchte ich auch sauber so stehen lassen. Die Bewertungen kommen erst noch. Aber fünf Abgaben in einem Monat sind trotzdem fünf Abgaben in einem Monat. Da muss ich mich jetzt auch nicht künstlich kleiner machen.

Ich studiere neben meinem Vollzeitjob und habe bewusst ein Studienmodell gewählt, das mehr Spielraum lässt. Ursprünglich wäre es in meinem Modell völlig in Ordnung, für ein Modul ungefähr zwei Monate einzuplanen. Das ist auch sinnvoll, wenn man nebenbei arbeitet und nicht komplett den Verstand verlieren möchte. Wobei 😁🙈 manche Tage diskutiert man darüber innerlich schon ein bisschen.

Ich habe mir aber für April, Mai, Juni und Juli vorgenommen, etwas mehr Gas zu geben. Nicht, weil ich muss. Nicht, weil mich jemand jagt. Sondern weil ich ausprobieren wollte, was möglich ist, wenn ich gut plane und konsequent bleibe.

Für Mai hatte ich mir vier Abgaben vorgenommen. Geworden sind es fünf.

Das klingt im Nachhinein fast nüchtern. War es aber nicht. Dahinter steckten viele Stunden Arbeit, viele Wochenenden, einige Feiertage, die mir sehr zugute kamen, und ziemlich viel freie Zeit, die direkt ins Studium gewandert ist. Ich habe mir den Mai aber bewusst gut eingeteilt. Es war nicht chaotisch. Es war nicht dieses panische „Ich renne brennend durch den Kalender und hoffe, dass irgendwo ein freier Tag auftaucht“. Es war geplant.

Ich habe im Grunde jede Woche ein Modul bearbeitet. Und genau das war für mich die eigentliche Herausforderung: meinen Plan durchzuziehen.

Nicht der Zeitdruck. Den hatte ich nicht wirklich. Den mache ich mir, wenn überhaupt, selbst. Talent dazu hätte ich, keine Sorge. Aber im Mai ging es weniger um Druck und mehr um Disziplin. Ich wollte wissen, ob ich meinen Plan halten kann. Und ja, ich konnte.

Das erste Semester ist damit geschafft. Eines von zwölf.

Wenn man das so schreibt, klingt es sofort wieder nach: „Na dann, nur noch elf.“ Danke, Gehirn. Sehr motivierend. Aber trotzdem ist es ein Meilenstein. Ich bin stolz auf mich. Und erleichtert. Beides gleichzeitig.

Ich werde hier keine Noten ausbreiten, weil es mir in diesem Beitrag nicht darum geht. Ich möchte nicht, dass aus diesem Rückblick ein „Schaut her, wie brav ich bin“-Text wird. Mir geht es eher darum, was dahintersteht: planen, lernen, abgeben, dranbleiben. Neben einem Vollzeitjob. Neben Alltag. Neben allem, was eben trotzdem weiterläuft.

Noten sind schön, wenn sie gut sind. Klar. Ich bin auch nicht aus Stein. Aber sie zeigen nicht die ganze Geschichte. Sie zeigen nicht, wie oft man sich am Abend noch einmal hinsetzt. Sie zeigen nicht, wie viel man an Wochenenden macht. Sie zeigen nicht, wie oft man Dokumente nochmal öffnet, obwohl man eigentlich schon keine Lust mehr hat.

Der Mai hat mir wieder gezeigt: In einem kann mehr stecken, als man denkt.

Nicht auf diese künstliche „Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst“-Art. So ein Satz nervt mich ehrlich gesagt. Man kann nicht alles schaffen. Man hat Grenzen. Man hat Energie, die irgendwann leer ist. Man hat einen Körper, einen Alltag und manchmal auch einfach keinen Nerv mehr.

Aber manchmal steckt eben doch mehr in einem, als man vorher geglaubt hat. Nicht unendlich viel. Aber mehr. Und das zu merken, ist schon ziemlich cool.

Mein eigentliches Monatshighlight war aber kein Modul.

Es war ein Hund.

Ich war im Mai wieder einmal bei meiner Schwägerin und meinem Schwager, und die haben einen Elo. Und ja, wer mich kennt, weiß: Hunde sind bei mir ein sehr direkter Weg ins Herz. Da gibt es keine langen Verhandlungen.

Ich liebe Hunde. Ich liebe es, wenn sie sich an mich drängeln, gestreichelt werden möchten und kuscheln wollen. Dieses Gefühl, wenn ein Hund zu einem kommt und auf seine Art sagt: „Du bist okay, ich mag dich“ 🥰 das macht mich glücklich. Punkt.

Viele Hunde mögen mich sehr gern. Da gibt es auch noch einen Border Collie, der ganz verrückt nach mir ist. Von dem erzähle ich ein andermal. Der Elo ist vielleicht nicht ganz so exzessiv, aber er mag mich auch sehr. Und wenn mich ein Hund mag, dann ist das für mich einfach schön.

Der eigentliche Star des Monats. Ich diskutiere das nicht. 🐶💕🐾

Das ist vielleicht kein spektakuläres Highlight für andere Menschen. Für mich schon. Zwischen Studium, Abgaben und Alltag war dieser Besuch eine richtige Herzenspause. Und manchmal braucht man genau das: keine große Erklärung, kein Programm, kein Ziel. Nur ein Hund, der Nähe sucht.

Kreativ war der Mai auch ein kleines bisschen. Nicht viel, aber genug, damit ich gemerkt habe: Da ist noch was.

Ich habe ein digitales Katzenbild gemalt. Und das hat mich mehr gefreut, als ich zuerst gedacht hätte. Obwohl ich manchmal mehrere Phasen lang nicht male, merke ich dann: Ich kann es noch. Es ist nicht weg. Es wartet nur manchmal, bis wieder Platz dafür ist.

Die Stimmung von diesem Bild mag ich wahnsinnig gern. Es ist ruhig, weich und beruhigend. Kein realistisches Tierporträt mit Pastell oder Polychromos, sondern ein digitaler Ausflug. Aber genau solche Ausflüge dürfen auch sein. Nicht alles muss sofort in eine feste Richtung passen. Manchmal darf ein Bild einfach entstehen, ohne dass es gleich eine Lebensentscheidung wird.

Weitere Bilder und kreative Zwischenstände teile ich auf meinem Kunstaccount: @franzelin.e. Dort sieht man auch besser, wohin sich meine Kunst gerade entwickelt. Tierporträts, Pastell, Polychromos, aber eben auch ab und zu digital. Ich bin halt kein perfekt sortiertes Regal. Auch wenn ein Teil von mir das sicher gerne wäre.

Wenn ich auf den Mai zurückblicke, sehe ich keinen perfekt ausgeglichenen Monat.

Lesen kam zu kurz. Der Blog kam zu kurz. Kunst kam nur punktuell vor. Dafür war das Studium sehr präsent. Und ehrlich? Das ist gerade in Ordnung so. Nicht jeder Bereich kann gleichzeitig glänzen. Manchmal hat ein Thema Vorrang, und die anderen warten kurz.

Das heißt nicht, dass sie unwichtig sind. Es heißt nur, dass ich Prioritäten setzen muss. Und momentan hat das Studium Vorrang. Kann man drehen und wenden, wie man will. Es ist so!

Für Juni möchte ich konsequent bleiben. Aber bitte in einem vernünftigen Maß. Zwei Module reichen. Es müssen nicht wieder fünf sein. Nicht jeder Monat muss Mai spielen. Vielleicht bleibt dann auch wieder etwas mehr Zeit zum Lesen. Mein angefangenes Buch würde sich vermutlich freuen, wenn es nicht bei neun Prozent in der Warteschleife verhungert.

Der Mai war also kein ruhiger Monat. Aber ein guter. Einer, der mir gezeigt hat, dass Auszeit nicht immer perfekt aussehen muss, dass nette Menschen viel ausmachen, dass Hundeglück sehr real ist und dass ich mehr schaffen kann, als ich manchmal glaube.

Aber ich muss nicht jeden Monat alles aus mir herausholen.

Das nehme ich mir mit. Hoffentlich.
Man kennt sich ja.

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