August 2026

August – Lesemonat kann man das wohl kaum nennen

Der August ist fast vorbei und bevor hier jemand große literarische Erkenntnisse erwartet: Nein. Ich habe ungefähr ein halbes Buch gelesen. Das war’s. Eine beeindruckende Bilanz.

Ich bin noch immer bei Claimed by the Alphas, dem zweiten Teil nach Owned by the Alphas. Das Buch hat ungefähr 40 Kapitel, ich bin irgendwo bei Kapitel 20 und seit rund drei Wochen passiert zwischen diesem Buch und mir exakt gar nichts. Ich ignoriere es ausgesprochen konsequent. Wenn ich schon nicht lese, dann wenigstens mit Haltung.

Inhaltlich unterscheidet sich das Ganze bisher nicht wahnsinnig von Teil eins. Die Alphas machen weiterhin Alpha-Sachen, es gibt verlässlich Ramba-Zamba und die Protagonistin darf zwischen all dem Testosteron gelegentlich auch noch mitspielen. Besonders nett finde ich, dass sie eigentlich ziemlich mächtig wäre und durchaus selbst Entscheidungen treffen könnte. Theoretisch zumindest. Praktisch wird sie weiterhin gerne im Ungewissen gelassen, weil offenbar nichts romantischer ist, als einer erwachsenen Frau Informationen vorzuenthalten und dann für sie zu entscheiden. Fortschrittlich.

Vielleicht lese ich irgendwann weiter. Vielleicht auch erst dann, wenn mir wieder danach ist, Männern beim bedeutungsvollen Knurren zuzusehen. Im Moment ist meine Begeisterung jedenfalls überschaubar. Das Buch liegt da. Ich weiß, dass es da liegt. Mehr Nähe möchte ich derzeit nicht.

Abseits meiner grandiosen Leseleistung war der August aber wirklich schön. Mein Highlight war ganz klar unser Urlaub in der Türkei. Warm, wahnsinnig gutes Essen, Meer und vier Massagen. Vier. Wenn man sich schon erholen soll, dann bitte nicht halbherzig.

Das Meer war ziemlich wild und ich habe mich wie ein Äffchen an meinen Mann geklammert, damit mich die nächste Welle nicht einfach umschubst. Besonders elegant war das vermutlich nicht, aber Würde ist am Meer ohnehin überschätzt. Hauptsache, ich war drin und hatte Spaß.

Danach wollten wir noch mit Freunden zelten fahren. Das war zumindest der Plan. Mein Mann hat sich verletzt und musste ins Krankenhaus, womit das Thema Camping ziemlich effizient erledigt war. Die restlichen freien Tage haben wir also zu Hause verbracht. Nicht ganz das Urlaubsfinale, das man sich bestellt hätte, aber das Leben ist bekanntlich schlecht darin, Reisepläne zu respektieren.

Und dann wäre da noch das Studium. Das läuft weiterhin gut. Im September sollten noch ein paar Noten kommen und wenn alles passt, habe ich dann ungefähr die Hälfte meines Studiums geschafft. Einerseits bin ich darauf ziemlich stolz. Andererseits schaue ich mir die zweite Hälfte an und denke mir stellenweise: Ah ja. Genau. Das wollte ich also freiwillig.

Jetzt kommen nämlich langsam jene Module, bei denen mein bisheriges „Wird schon“ etwas leiser wird. Nicht weg. Aber es steht inzwischen vorsichtshalber näher beim Ausgang.

Vielleicht sind die kommenden Module am Ende halb so schlimm. Vielleicht sitze ich aber auch irgendwann vor irgendeiner Aufgabe und frage mich, warum ich mir nicht einfach ein Hobby gesucht habe, bei dem man Pflanzen umtopft oder dekorativ Kerzen gießt. Beides wirkt rückblickend erstaunlich vernünftig.

Was ich jedenfalls nicht machen werde: mir zusätzlich wegen des Blogs künstlich Stress aufbauen. Die monatlichen Beiträge pausieren vorerst.

Der Blog soll ein Leseblog bleiben. Und wenn ich in einem Monat ein halbes Buch lese und dieses danach drei Wochen lang beharrlich vermeide, dann gibt es eben nicht wahnsinnig viel über Bücher zu erzählen. Ich könnte natürlich trotzdem jeden Monat irgendetwas aus dem Hut ziehen, nur damit pünktlich ein Beitrag erscheint. Aber der Blog hat meines Wissens weder Zielvereinbarung noch Jahresgespräch. Er wird damit klarkommen.

Das Studium hat momentan Vorrang und ich bin eben erst ungefähr bei der Hälfte. Vor mir liegen noch genügend Module, bei denen ich vermutlich mehr als einmal hinterfragen werde, welche geistige Glanzleistung mich eigentlich dazu gebracht hat, freiwillig Cyber Security zu studieren.

Da brauche ich nicht zusätzlich am Monatsende festzustellen, dass ich auch literarisch wieder einmal nicht performt habe. Irgendwo muss man Prioritäten setzen.

Also machen wir es ganz einfach: Wenn ich wieder lese, schreibe ich wieder. Wenn ich nichts lese, bleibt es hier still.

Bahnbrechend.

Wie lange die Pause dauert, weiß ich nicht. Ein paar Wochen, ein paar Monate – keine Ahnung. Der Blog läuft nicht weg und die Bücher ebenfalls nicht. Die liegen höchstens beleidigt herum und warten auf Aufmerksamkeit.

Und Claimed by the Alphas?

Das wartet seit drei Wochen auf mich.

Aber ganz ehrlich: Bei der Menge an Ramba-Zamba bin ich ziemlich sicher, dass die Herren auch ohne meine Anwesenheit ausreichend beschäftigt sind.

Man soll ja niemanden bei der Arbeit stören.


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Ein Gedanke zu “August 2026

  1. Hallo Eve,

    wieder eine wortgewandte Monats-Analyse, die ich mit Vergnügen las.

    Ich wünsche dir gutes Durchhaltevermögen, gute Noten und gute Zeiteinteilung!

    Außerdem – aufgrund deiner guten Leistungen – eine verkürzte Studienzeit, damit du bald wieder mit Lust lesen kannst. „Die Erste Tochter“ wartet mit Sehnsucht, aber auch mit Geduld auf dich ;-).

    Einen schönen Restsonntag und liebe Grüße!

    Eva

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