Rezension: Tintenherz

Titel: Tintenherz
Autorin: Cornelia Funke
Verlag: Cecilie Dressler Verlag (2003)
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 576
Lesedauer: 11 Stunden 20 Minuten
ISBN-13: 978-3791504650
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐☆
Gelesen über: Onleihe (Bibliothek)

Ein Buch, das mich einst verzauberte – und es wieder getan hat.

Eine Reise zurück ins Jahr 2005

Ich war fünfzehn Jahre alt, als ich Tintenherz zum ersten Mal gelesen habe. Es war 2005, inmitten der Aufregung rund um unsere neue Schulbibliothek, die ich mitaufbauen durfte. Tintenherz war eines der ersten Bücher, das wir bestellten. Schon das Cover übte eine seltsame Faszination auf mich aus – ein Versprechen von Magie und Geheimnissen.

Zwanzig Jahre später halte ich es erneut in der Hand. Diesmal nicht als Kind, sondern als erwachsene Leserin – mit anderen Fragen, einem geschärften Blick, aber derselben Neugier.

Zwischen den Seiten lebt etwas

Was dieses Buch so besonders macht, ist die Idee, dass Worte Wirklichkeit werden können. Dass man Figuren herausholen – oder sich selbst hineinlesen kann. Diese Vorstellung ist nicht nur magisch, sie ist tief poetisch.

Aber es ist nicht nur die Idee, die trägt. Es sind die Figuren, die mich dieses Mal wirklich berührt haben:

  • Maggie, die wächst, still und mutig.
  • Mo, der Vater, der alles riskiert, um seine Tochter zu beschützen.
  • Elinor, deren Wandlung von der spröden Bücherliebhaberin zur warmherzigen Verbündeten einfach nur schön ist.
  • Und Staubfinger, ein Charakter, der weh tut – weil er so gebrochen und echt wirkt.

Ein Buch über die Macht der Sprache

Tintenherz ist kein durchgehend temporeiches Buch. Es lässt sich Zeit. Aber genau das ist seine Stärke. Es lebt durch Atmosphäre, durch Details, durch die Magie der Sprache selbst.
Ich habe über 11 Stunden gebraucht, um es zu lesen – und keine Minute davon war verschwendet.

Was mir besonders gefallen hat, war:

  • Die dichte, stimmungsvolle Beschreibung
  • Der poetische, aber klare Schreibstil
  • Die Tiefe der Figuren
  • Der leise Humor zwischen den Zeilen

Mein Fazit

Tintenherz ist für mich kein perfektes Buch – aber ein bedeutendes.
Es hat Ecken und Längen, ja. Aber es hat auch Seele. Es hat Herz. Und es hat diese seltene Fähigkeit, sich mit den Jahren neu zu entfalten.

Hier findest du das Buch:

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