
Titel: Mate – Die unzumutbare Unmöglichkeit von Liebe
Autorin: Ali Hazelwood
Verlag: Rütten & Loening Berlin (2025)
Genre: Werwolf-Fantasy
Seitenzahl: 568
ISBN-13: 978-3352010170
Bewertung: ⭐⭐⭐☆☆
Gelesen über: Thalia, selber gekauft
Mate ist für mich ein Roman, der weniger an seiner Idee scheitert als an deren Ausführung. Nach Bride war meine Erwartung hoch und genau daran muss sich dieser Nachfolger messen lassen. Der Vergleich fällt für mich deutlich aus: Wo Bride Dichte hatte, bleibt Mate auffallend leicht. Nicht im positiven Sinn von zugänglich, sondern im Sinn von unzureichend ausgeschöpft.
Dabei bringt der Stoff eigentlich genug mit. Wölfe, Hybride, Machtgefüge, schicksalhafte Anziehung. araus ließe sich eine Geschichte formen, die Atmosphäre nicht nur behauptet, sondern erzeugt. Ali Hazelwoods Stil ist auch hier flüssig, eingängig und klar wiedererkennbar. Das Lesen selbst war also nie die Hürde. Was mir fehlte, war Wirkung. Die Handlung entfaltet über lange Strecken zu wenig Druck, zu wenig innere Bewegung, zu wenig von jener Spannung, die einen Roman dieser Art tragen müsste.
Dabei bringt der Stoff eigentlich genug mit. Wölfe, Hybride, Machtgefüge, schicksalhafte Anziehung. araus ließe sich eine Geschichte formen, die Atmosphäre nicht nur behauptet, sondern erzeugt. Ali Hazelwoods Stil ist auch hier flüssig, eingängig und klar wiedererkennbar. Das Lesen selbst war also nie die Hürde. Was mir fehlte, war Wirkung. Die Handlung entfaltet über lange Strecken zu wenig Druck, zu wenig innere Bewegung, zu wenig von jener Spannung, die einen Roman dieser Art tragen müsste.
Dabei bringt der Stoff eigentlich genug mit. Wölfe, Hybride, Machtgefüge, schicksalhafte Anziehung. Daraus ließe sich eine Geschichte formen, die Atmosphäre nicht nur behauptet, sondern erzeugt. Ali Hazelwoods Stil ist auch hier flüssig, eingängig und klar wiedererkennbar. Das Lesen selbst war also nie die Hürde. Was mir fehlte, war Wirkung. Die Handlung entfaltet über lange Strecken zu wenig Druck, zu wenig innere Bewegung, zu wenig von jener Spannung, die einen Roman dieser Art tragen müsste.
Am deutlichsten zeigt sich das für mich im Setting des Nordens. Er wird als rauer, gefährlicher Raum eingeführt und bleibt dann doch erstaunlich harmlos. Mir fehlten Dunkelheit, Härte und eine Bedrohung, die über die bloße Behauptung hinausgeht. Eine Welt wie diese braucht Substanz. Sie muss nicht ununterbrochen spektakulär sein, aber sie sollte Gewicht haben. In Mate blieb das für mich zu oft aus. Der Norden wirkte weniger wie ein Ort mit eigener Wucht als wie eine Kulisse, deren Potenzial nicht ausgeschöpft wird.
Ähnlich ging es mir mit den Figuren. Serena steht klar im Zentrum, ohne für mich jene Tiefe zu entwickeln, die diese starke Fokussierung rechtfertigen würde. Ich blieb auf Distanz. Nicht, weil sie völlig konturlos wäre, sondern weil mir bei ihr und auch bei anderen jene zusätzliche Schicht fehlte, die Figuren wirklich trägt. Das irritiert umso mehr, weil ich Hazelwood sonst anders kenne.
Interessanterweise zeigt das Buch selbst, wo mehr möglich gewesen wäre. Die kurzen Einblicke in Koens Gedanken zu Beginn der Kapitel haben mir deutlich besser gefallen als vieles in der eigentlichen Haupterzählung. Sie öffnen eine zweite Perspektive, machen seine Sehnsucht greifbarer und verleihen ihm eine Tiefe, die der Roman sonst oft nur andeutet. Koen hat Präsenz. Man kann sich vorstellen, wie er wirkt, wie er spricht, wie dominant er einen Raum einnimmt. Genau deshalb fällt auf, dass das Buch mit dieser Präsenz nicht genug anfängt.
Auch die Dynamik zwischen Serena und Koen blieb für mich stärker körperlich als emotional wirksam. Die Anziehung ist vorhanden, aber sie ersetzt keine innere Dichte. Dazu kommt, dass sich vieles früh abzeichnet. Vorhersehbarkeit muss kein Mangel sein, solange der Weg dorthin atmosphärisch oder psychologisch stark genug ist. Hier war das für mich nicht ausreichend der Fall. Das Buch liest sich zwar problemlos, entwickelt aber zu spät jene Intensität, die es eigentlich schon früher gebraucht hätte.
Ganz ohne Stärke ist Mate deshalb nicht. Der Epilog hat mir am besten gefallen, weil dort endlich mehr Einordnung, mehr Innenleben und mehr Spannung im Unausgesprochenen spürbar werden. Auch Ana und Amanda sind mir positiv in Erinnerung geblieben. Solche Momente zeigen, dass das Problem nicht im Grundmaterial liegt. Es liegt darin, was der Roman daraus macht oder eben nicht macht.
Mein Fazit fällt deshalb weder vernichtend noch begeistert aus. Mate ist für mich kein misslungenes Buch, aber ein enttäuschender Nachfolger. Die Anlage stimmt, die Umsetzung bleibt dahinter zurück. Wer vor allem eine Werwolf-Hybrid-Romanze mit deutlicher körperlicher Anziehung sucht, wird hier vermutlich eher etwas finden. Mir fehlte das, was Bride für mich stärker gemacht hat: Tiefe, Atmosphäre und das Gefühl, dass unter der Handlung noch etwas arbeitet.
Mate hatte für mich das richtige Thema, aber nicht die Tiefe, die ich mir erhofft hatte.
Hier findest du das Buch:
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