Rezension: Feierabend – Neue Missgeschicke mit Todesfolge

Titel: Feierabend – Neue Missgeschicke mit Todesfolge
Autorin: Cynthia Ceilan
Verlag: Lübbe (2013)
Genre: Eine faktische Sammlung skurriler, realer Todesfälle – irgendwo zwischen True Crime und kuriosen Alltagsbegebenheiten, aber nicht wirklich Humor
Seitenzahl: 240
Lesedauer: 2 Stunden 00 Minuten
ISBN-13: 978-3404607211
Bewertung: ⭐⭐☆☆☆
Gelesen über: Onleihe (Bibliothek)

Schon der Titel versprach einiges: Feierabend – Neue Missgeschicke mit Todesfolge. Ich stellte mir makabere Kurzgeschichten vor, pointiert erzählt, durchzogen von schwarzem Humor – ein Werk, das trotz des ernsten Themas zum Schmunzeln anregt. Doch die Realität sah leider ganz anders aus.

Das Buch entpuppte sich als eine Sammlung von sehr kurzen Berichten über reale Todesfälle. Manchmal bestehen diese „Kurzgeschichten“ aus gerade einmal vier oder fünf Sätzen. Statt literarischer Verarbeitung oder humorvoller Zuspitzung fand ich eher das Gefühl, in einer Ansammlung von Zeitungsausschnitten oder Google-Suchergebnissen zu blättern. Ja, es handelt sich um wahre Begebenheiten, die die Autorin sorgfältig zusammengetragen hat, und ich weiß diese Mühe zu schätzen. Aber eine Aneinanderreihung von Fakten macht für mich noch keine unterhaltsame Lektüre aus.

Was mir persönlich fehlte, war genau das, was ich mir erhofft hatte: eine humorvolle Distanz, ein sarkastischer Blick, vielleicht auch eine gewisse erzählerische Tiefe. Schwarzer Humor lebt davon, dass man lachen kann, obwohl man eigentlich nicht lachen sollte. Dieses Gefühl hat das Buch bei mir jedoch nie ausgelöst. Stattdessen blieb ich mit der Erkenntnis zurück, dass das Leben voller skurriler Zufälle ist – was zwar interessant sein mag, aber auf Dauer weder spannend noch unterhaltsam ist.

Für Leserinnen und Leser, die schlichtes Interesse an kuriosen, realen Todesfällen haben, mag dieses Buch seinen Reiz entfalten. Wer jedoch, so wie ich, schwarzen Humor, erzählerische Bissigkeit oder literarische Qualität erwartet, wird hier enttäuscht werden.

Mein Fazit: Eine respektable Sammlung, die auf wahren Quellen basiert, aber mich persönlich weder zum Schmunzeln noch zum Nachdenken gebracht hat. Schade – aus der Grundidee hätte man deutlich mehr machen können.

Hier findest du das Buch:

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