
Titel: Die Prophezeiung
Autorin: Kim Sakwa
Verlag: Taggart Press (2025)
Genre: Zeitreise-Roman / Historischer Liebesroman
Seitenzahl: 502
Lesedauer: 8 Stunden 31 Minuten
ISBN-13: 978-1737114260
Bewertung: ⭐⭐⭐☆☆
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Die Prophezeiung – Zwischen Zeitreise, Gefühl und verpasstem Potenzial
Eine Rezension zu Kim Sakwas Zeitreise-Roman „Die Prophezeiung“
Was wäre, wenn ein Sturm nicht nur die Straßenverhältnisse erschwert, sondern auch das Raum-Zeit-Kontinuum herausfordert? Genau diese Prämisse steht am Anfang von Kim Sakwas Roman „Die Prophezeiung“, in dem eine moderne Frau durch einen Autounfall in das Schottland des 15. Jahrhunderts katapultiert wird. Klingt spannend. Und ist es streckenweise auch. Doch was mit einer faszinierenden Idee beginnt, entfaltet sich in der Umsetzung mit Licht und Schatten.
Ein starker Einstieg – doch wie geht es weiter?
Der Roman beginnt mit einem stimmungsvollen Prolog, der sofort ein Gefühl für Atmosphäre und Setting schafft. Auch die Konfrontation zwischen Gegenwart und Vergangenheit wird geschickt eingeleitet. Man spürt: Diese Autorin hat das Genre der Zeitreise verinnerlicht.
Doch je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr scheint die Handlung sich auf das Innenleben der Figuren zu verengen – und genau hier liegt eine ihrer zentralen Schwächen: Die emotionale Tiefe wirkt oft überzeichnet. Besonders die weibliche Hauptfigur Gwen erscheint in ihrem Fühlen und Zweifeln so überbordend, dass es schwerfällt, ihr Verhalten nachzuvollziehen. Die sogenannte „Gefühlsdusselei“, wie manche Rezensent:innen es nennen, wirkt manchmal beinahe selbstzweckhaft.
Sprachlich zugänglich, aber nicht frei von Stolpersteinen
Die Sprache ist grundsätzlich lesefreundlich, mit vielen Dialogen und emotionalen Bildern. Doch es gibt einige kleinere sprachliche und grammatikalische Fehler – etwa Tippfehler wie „Berühung“ statt „Berührung“ – die den Lesefluss beeinträchtigen. Solche Unsauberkeiten lassen den Eindruck entstehen, dass das Lektorat nicht in letzter Tiefe gearbeitet hat. Gerade bei einem so gefühlsgeladenen Roman ist Präzision jedoch entscheidend.
Eine Prophezeiung, die zu wenig Raum bekommt
Der Titel des Buches verspricht mehr, als der Plot letztlich einlöst. Die namensgebende Prophezeiung bleibt lange Zeit vage und wird erzählerisch nicht so konsequent in die Handlung eingebunden, wie man es erwarten könnte. Das ist schade, denn genau hier hätte der Stoff Tiefe entwickeln können. Die Verknüpfung aus Legende, Schicksal und persönlichem Drama wird nur angerissen, nicht ausgespielt.
Fazit: Für wen lohnt sich die Lektüre?
Die Prophezeiung ist ein Roman für Leser:innen, die sich gerne in romantischen Gefühlen verlieren, auch wenn die Logik dabei gelegentlich zurückbleibt. Wer klare Handlungsführung, historische Konsistenz und sprachliche Raffinesse sucht, wird hier womöglich nicht ganz glücklich. Aber wer eine emotionale Reise zwischen den Jahrhunderten sucht – mit Highlander-Setting, Herzenskonflikten der wird in diesem Roman dennoch einige schöne Lesestunden finden.
Hier findest du das Buch:
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