
Titel: Vespertine – Das Geheimnis der dunklen Priesterin
Autorin: Margaret Rogerson
Verlag: cbj (2024)
Genre: Fantasy / Dark Fantasy
Seitenzahl: 480
ISBN-13: 978-3570167173
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐☆
Gelesen über: Onleihe (Bibliothek)
Worum geht’s für mich (nicht laut Klappentext)
Vespertine erzählt die Geschichte einer verletzten jungen Frau, die mithilfe eines uralten, sarkastischen Geistes lernt, anderen zu vertrauen – und für sich selbst einzustehen.
Was als Zwang beginnt, wird zu einem leisen, mächtigen Bündnis.
Es geht um innere Stärke, um die Schatten der Vergangenheit, um stille Magie – und um die Kraft, in der Dunkelheit das Richtige zu tun.
Keine Kitschromantik, keine Heldinnenklischees – sondern eine kluge, ruhige Reise mit Seele und Rückgrat.
Mein Einstieg ins Buch
Ganz ehrlich: Der Anfang war schwer.
Die Sprache ist sehr kirchlich geprägt, mit alten Begriffen, die ich teilweise nachschlagen musste. Es hat ein paar Kapitel gebraucht, bis ich wirklich reinkam – erst ab Kapitel 8 oder 9 kam für mich der Lesefluss.
Danach hat mich die Geschichte immer stärker gepackt.
Was mich berührt hat
- Die Beziehung zwischen Artemisia und dem Wiedergänger – sarkastisch, unbequem, aber mit echter Verbindung
- Die leisen Freundschaften, die sich entwickeln: vor allem mit Marguerite, die man anfangs unterschätzt
- Jaen, traumatisiert und still – aber voller Herz
- Die Szene, in der sich zeigt, dass Marguerite und Artemisia sich nie gehasst, sondern nur missverstanden haben
- Und ein Gedanke, der mir besonders hängen blieb:
„Der Wiederkehrer wurde nie gehört. Nonnen werden darauf trainiert, Dämonen zu unterdrücken – Artemisia hat ihn gehört. Und das hat alles verändert.“
Was mir weniger gefallen hat
- Der Einstieg war sprachlich zäh und für mich eher abschreckend als einladend
- Einige Figuren (z. B. der weiße Rabe Stunk) tauchen zu kurz auf und verschwinden fast spurlos
- Das Ende bleibt meiner Meinung nach offen – das ist gleichzeitig mutig und leicht frustrierend
Fazit
Vespertine war für mich ein großartiger Wiedereinstieg ins Lesen.
Die Geschichte bleibt ruhig, düster und tief – aber sie hallt nach.
Ich mochte besonders die Entwicklung von Artemisia und die ungewöhnliche Dynamik mit dem Wiedergänger.
Eine Geschichte über Stärke, Vertrauen und leise Verbindungen – weit entfernt von typischen Heldengeschichten.
Lesestatus
Ich habe Vespertine über die Onleihe der Bibliothek gelesen.
Diese Rezension basiert auf einem geliehenen Exemplar und spiegelt meine persönliche Leseerfahrung wider.
Hier findest du das Buch:
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